Zurückgelegte Strecke: ca. 335 km
Start: Raum Portofino / Ligurische Küste (Italien)
Ziel: Modena (Emilia-Romagna, Italien)
Italien macht ernst mit der Schönheit. Heute stehen zwei der fotogensten Küstenorte Europas auf dem Plan: Portofino und die Cinque Terre. Wer schon mal ein Italien-Postkartenmotiv gesehen hat, hat wahrscheinlich eines von hier gesehen.
Portofino ist ein winziges Fischerdorf an einer geschützten Bucht – bunte Häuser, die sich um einen Naturhafen drängen, davor Segelboote und das tiefblaue Ligurische Meer. Mondän und doch klein, fast intim. Ein Ort, an dem man einfach nur am Hafen sitzen und schauen will.
Der geschützte Naturhafen von Portofino mit seinen Booten – GPS: 44.302 N, 9.211 E
Schmale Gassen mit Pastellhäusern führen hinunter zum Hafen – GPS: 44.304 N, 9.207 E
Dann die Cinque Terre – „fünf Dörfer", die wie Schwalbennester an die Steilküste geklebt sind: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola, Riomaggiore. Verbunden durch Wanderwege, Züge und Boote, autofrei, Weinterrassen bis ans Meer. Besonders Vernazza und Manarola sehen aus, als hätte sie ein Maler erfunden. Das ist Italien in seiner reinsten, buntesten Form.
Riomaggiore, eines der fünf Dörfer der Cinque Terre, klebt an der Steilküste – GPS: 44.096 N, 9.742 E
Am Abend verlassen wir die Küste und fahren ins Landesinnere nach Modena – ins Herz der italienischen Motoren-Region. Denn morgen wird ein Männertraum wahr.
Sightseeing & Tipps
Portofino. Das Piazzetta am Hafen ist das Herz des Ortes. Von dort hoch zur Kirche San Giorgio und zum Castello Brown für den berühmten Blick über die Bucht. Der Ort selbst ist teuer – aber Schauen und die Kulisse genießen ist gratis. Schöner (und günstiger) übernachtet man im Nachbarort Santa Margherita Ligure oder in Rapallo.
Cinque Terre. Die fünf Dörfer erkundet man am besten ohne Auto: Die Orte sind autofrei, verbunden durch die Regionalbahn (Züge im Minutentakt) und Wanderwege. Der berühmteste Pfad ist der Sentiero Azzurro (Blaue Weg); Teilstücke wie der „Via dell'Amore" sind wegen Erdrutschen aber immer wieder gesperrt – vorher Status prüfen. Für Foto-Fans: Manarola im Abendlicht ist unschlagbar.
Cinque-Terre-Card. Wer wandern und Bahn fahren will, kauft die Cinque Terre Card – sie kombiniert Zugfahrten und Wanderwege. In der Hochsaison sind die Dörfer sehr voll; früh morgens oder später nachmittags ist es angenehmer.
Portovenere. Etwas südlich, oft übersehen, aber traumhaft: das bunte Küstenstädtchen Portovenere mit der Kirche auf dem Felsen – gehört wie die Cinque Terre zum UNESCO-Welterbe.
Praktisch: Die ligurische Küstenstraße ist eng, kurvig und im Sommer verstopft. Mit einem großen Fahrzeug lieber auf zentralen Parkplätzen (z. B. in La Spezia oder Levanto) abstellen und mit der Bahn in die Dörfer.
ℹ️ Was sich seit 2016 geändert hat
Der berühmte Küstenweg Via dell'Amore zwischen Riomaggiore und Manarola war zu unserer Reisezeit 2016 (wie schon seit einem Erdrutsch 2012) gesperrt. Nach insgesamt zwölf Jahren wurde er im Sommer 2024 wieder komplett eröffnet – seitdem allerdings nur noch mit Zeitfenster-Reservierung und gegen Gebühr. Auch die Zutrittsregelungen der Cinque Terre sind heute strenger als 2016, um dem Massenandrang Herr zu werden.