Zurückgelegte Strecke: Tag 23 ca. 205 km (Modena → Sant'Agata Bolognese → Gardasee) · Tag 24–25 Standtage am Gardasee
Start: Modena (Italien)
Höhepunkt: Lamborghini-Museum, Sant'Agata Bolognese
Ziel: Limone sul Garda / Gardasee (Italien)
Heute wird ein Traum wahr. Mitten in der Motor Valley der Emilia-Romagna, in Sant'Agata Bolognese, steht die Fabrik von Automobili Lamborghini – und ihr Museum. Für Auto-Verrückte wie uns ist das ein Wallfahrtsort. Vom legendären Miura über den Countach, der die Kinderzimmerwände einer ganzen Generation zierte, bis zu den aktuellen Boliden: Hier steht die komplette Geschichte des Stiers unter einem Dach. Der Sound, die Formen, der Geruch – Gänsehaut. Ein Highlight, auf das wir uns die ganze Reise gefreut haben.
Männertraum wird wahr: ein Huracán im Museum, dahinter das Chassis-Schnittmodell
und die aufgehängte Karosserie – GPS: 44.660 N, 11.126 E
Danach der Tapetenwechsel vom Feinsten: rauf zum Gardasee, dem größten See Italiens. Wir schlagen unser Lager bei Limone sul Garda auf, eingerahmt von steilen Bergen, die direkt aus dem türkisen Wasser aufsteigen. Nach über drei Wochen Vollgas gönnen wir uns hier zwei ruhige Tage: baden, am Ufer sitzen, die Sonne genießen, die Reise sacken lassen.
Der Gardasee ist der perfekte Ort zum Ausklingen. Mediterranes Flair, Zitronen und Oliven an den Hängen, im Hintergrund die Alpen. Man spürt: Der Süden geht langsam zu Ende, der Norden – und damit Zuhause – rückt näher. Aber noch ist Zeit für ein letztes Stück Dolce Vita.
Aus der Tagesmeldung vom 13.09.2016 mit der Überschrift „Endstation": „Wir sind am Gardasee angekommen und werden die letzten Tage hier ausklingen lassen. Ein toller Campingplatz direkt am Wasser."
Sightseeing & Tipps
Museo Lamborghini (MUDETEC). Das Museum direkt am Werk in Sant'Agata Bolognese zeigt die Ikonen der Marke – von den Klassikern bis zu Renn- und Konzeptfahrzeugen. Wer tiefer eintauchen will, bucht zusätzlich die Werksführung (Factory Tour) – Plätze sind begehrt, also vorab reservieren. Ganz in der Nähe liegen außerdem Ferrari (Maranello) und Pagani – die „Motor Valley" ist ein Paradies für PS-Fans.
Limone sul Garda. Malerischer Ort am Westufer, bekannt für seine historischen Zitronengärten (Limonaie) und die autofreie Altstadt am Wasser. Die enge Uferlage zwischen Fels und See macht den Ort so besonders fotogen.
Riva del Garda & Malcesine. Am Nordufer liegt Riva del Garda (Wassersport-Mekka, weil der Wind hier zuverlässig weht – ideal zum Surfen und Segeln). In Malcesine thront die Scaligerburg über dem See, und eine Seilbahn bringt einen auf den Monte Baldo mit grandiosem Alpen- und Seeblick.
Sirmione. Am Südufer die Halbinsel Sirmione mit der Wasserburg Rocca Scaligera und den römischen Grotten des Catull – einer der schönsten Orte am ganzen See.
Praktisch: Der Gardasee ist im September angenehm leer und warm – ideale Reisezeit. Die Uferstraßen (besonders die Gardesana am Westufer mit ihren Tunneln) sind eng – mit einem breiten Fahrzeug konzentriert fahren.
ℹ️ Was sich seit 2016 geändert hat
Der heute weltberühmte, teils freischwebend an der Felswand hängende Rad- und Fußweg bei Limone (Teil der „Garda by Bike"-Route) wurde erst im Juli 2018 eröffnet – bei unserem Besuch 2016 gab es ihn also noch nicht. Wer heute nach Limone kommt, sollte diesen spektakulären Panoramaweg über dem Wasser unbedingt einplanen.