Zurückgelegte Strecke: ca. 340 km
Start: Brüssel (Belgien)
Ziel: Paris (Frankreich)
Zwischenstopp: Geraardsbergen
Tag zwei ist ein echter Fahrtag – und die erste Lektion im Roadtrip-Leben: Ein Ziel wie Paris klingt nah, zieht sich auf der Landkarte aber ganz schön. Von Brüssel aus geht es zunächst durch das flämische Hügelland. In Geraardsbergen legen wir einen kurzen Stopp ein, tanken Kaffee und Sonne, bevor die Autobahn Richtung Süden uns endgültig nach Frankreich schluckt.
Je weiter wir kommen, desto französischer wird alles: die Ortsschilder, die Raststätten, der Fahrstil. Und dann, am frühen Abend, taucht am Horizont die Silhouette von Paris auf. Nach zwei Tagen auf der Straße das erste richtige Sehnsuchtsziel – und man merkt im Bus, wie die Stimmung steigt. Wir schlagen uns bis in den Osten der Stadt durch, quartieren uns ein und wissen: Morgen gehört der Tag ganz Paris.
Fahrtage wie dieser sind das Rückgrat so einer Reise. Nicht spektakulär, aber genau hier passiert das, was einen Roadtrip ausmacht: Musik, Gequatsche, Blödsinn, das Gefühl, dass die eigentliche Reise die Fahrt selbst ist.
Aus der Tagesmeldung vom 23.08.2016: Lagerleben am Abend – Klapptisch, Campingstühle, 333 Kilometer auf der Uhr
Sightseeing & Tipps
Geraardsbergen. Das flämische Städtchen ist vor allem Radsport-Fans ein Begriff: Hier liegt die legendäre Muur van Geraardsbergen (die „Mauer"), eine steile Kopfsteinpflaster-Rampe, die aus der Flandern-Rundfahrt bekannt ist. Oben steht die kleine Kapelle – ein netter Bein-Vertreter-Stopp und ein schöner Ausblick über die Region.
Zwischen Belgien und Paris. Wer mehr Zeit hat, kann die Strecke über Nordfrankreich mit einem Abstecher nach Reims (Kathedrale, Champagne-Region) oder in die Schlachtfelder und Gedenkstätten des Ersten Weltkriegs rund um Compiègne verbinden. Wir hatten Paris im Blick und sind durchgezogen – aber die Region hat historisch einiges zu bieten.
Ankommen in Paris. Mit einem größeren Fahrzeug gilt: Nicht ins Zentrum quälen. Rund um Paris gibt es Campingplätze (z. B. im Bois de Boulogne) und Park-and-Ride-Möglichkeiten an den Metro-Endstationen. Das Auto stehen lassen und mit der Metro rein spart Nerven, Maut und die Suche nach Parkplätzen, die es ohnehin nicht gibt.
Tipp: Vor Paris nochmal volltanken. In der Stadt und an den Autobahnraststätten rund um die Metropole ist Diesel deutlich teurer als auf dem Land.