Tag 11 & 12 – Ankommen an der Algarve: Lagos, Sagres & das Ende der Welt

· Road Trip, Portugal

Zurückgelegte Strecke: Standtage in Lagos (Tagesausflug Sagres / Cabo de São Vicente, ca. 70 km hin und zurück)
Standort: Portugal Lagos, Algarve (Portugal)
Ziel des Ausflugs: Portugal Sagres · Cabo de São Vicente


Zwei Nächte am selben Ort – für unsere Verhältnisse fast schon Sesshaftigkeit. Und Lagos ist genau der richtige Platz dafür. Nach zehn Tagen im Dauer-Vorwärtsgang gönnen wir uns endlich Zeit: ausschlafen, ans Wasser, Felsen erklimmen, Boot fahren, den Tag nach dem Meer und nicht nach dem Navi planen.

Einen der beiden Tage nutzen wir für einen Ausflug ganz nach Südwesten – nach Sagres und zum Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands. Hier hört Europa auf. Steile Klippen, die 60 Meter senkrecht in den Atlantik stürzen, ein einsamer Leuchtturm, Wind, Weite, Möwen. Die alten Seefahrer nannten das hier einst das „Ende der Welt" – und wenn man am Rand der Klippe steht und aufs offene Meer schaut, versteht man sofort, warum.

Wilde Atlantikküste bei Sagres Wilde Buchten und kräftiger Atlantik-Swell rund um Sagres – GPS: 37.004 N, 8.947 W

Diese zwei Tage sind das ruhige Herz der Reise. Kein Rekord, kein Ziel, nur Algarve. Genau das, was man braucht, bevor es wieder losgeht: zurück nach Spanien, Richtung Gibraltar.

Sightseeing & Tipps

Cabo de São Vicente. Der südwestlichste Punkt Kontinentaleuropas. Der Leuchtturm gehört zu den stärksten Europas. Am spektakulärsten ist es zum Sonnenuntergang – man schaut Richtung Westen ins Nichts, und die Klippen glühen. Windjacke mitnehmen, hier pfeift es immer.

Fortaleza de Sagres. Auf einer flachen Landzunge thront die Festung von Sagres. Der Legende nach soll hier Heinrich der Seefahrer seine berühmte „Seefahrtsschule" gehabt haben, von der aus Portugal im 15. Jahrhundert die Weltmeere eroberte. Beeindruckend ist vor allem die raue Kulisse.

Surfen & Steilküste. Die Westküste rund um Sagres ist ein Surf-Mekka mit kräftigem Atlantik-Swell. Auch nicht-Surfer genießen die wilden, weniger überlaufenen Strände wie Praia do Beliche oder Praia da Mareta.

Zurück in Lagos. Wer den zweiten Tag lieber vor Ort bleibt: eine Grottentour per Boot oder Kajak zur Ponta da Piedade ist das Highlight – man gleitet durch Felsbögen und in versteckte Höhlen, in die man vom Land nie käme.

Praktisch: Die Algarve ist im Spätsommer angenehm warm, das Atlantikwasser aber deutlich frischer als das Mittelmeer. Für den Sonnenuntergang am Kap früh losfahren – Parkplätze sind begehrt.

Video zur Etappe

Fotos: Lagos

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